Kiezkontor muss Strafe zahlen: 1000 Euro für die Belebung des Stadtviertels

In Sachsen gelten Ladenöffnungszeiten von 6-22 Uhr. „Spätis“ befinden sich in einer Grauzone und wurden jahrelang geduldet. Nun scheint mit der Duldung Schluss zu sein. Nach der Reudnitzer Sprutzbude trifft es jetzt das Anger-Crottendorfer Kiezkontor, das auch nach 22 Uhr Lebensmittel, Getränke und Tabakwaren vertreibt. Nach einer Anzeige durch „unbekannt“ fordert das Ordnungsamt nun 1000 Euro Strafe vom Kiezkontor. 1000 Euro dafür, ein Stadtviertel zu beleben? Für viele Anwohnerinnen und Anwohner ist das Kiezkontor Anlaufpunkt, „Tante-Emma-Laden“. Hier legen Vereine und Initiativen Flyer aus, hier begegnen sich Menschen. Der „Späti“ hat eine soziale Funktion und erhöht die Lebensqualität im Viertel. Mehr noch: Ein Laden, der bis Mitternacht geöffnet hat, erhöht auch die Sicherheit in einer sonst oft turbulenten Ecke.
Das Kiezkontor will künftig mehr Gastronomie bieten, um die Regelungen für den Einzelhandel zu umgehen. Das mag sinnvoll sein. Mittelfristig fordern wir eine gesetzliche Lösung. Denn es ist eine Frage der Verhältnismäßigkeit, vor allem aber der Gleichbehandlung: In Anger-Crottendorf und Reudnitz gibt es Tankstellen. Dort werden rund um die Uhr Getränke, Lebensmittel und Tabakwaren verkauft, ohne dass das Ordnungsamt einschreitet. Warum haben internationale Erdölkonzerne mehr Rechte als der lokale Einzelhandel, der vor Ort auch eine soziale Bedeutung hat? Hier sollten Landesgesetze und kommunale Satzungen für Eindeutigkeit und klare Regeln sorgen. Ziel dabei muss die Lebensqualität in den Stadtvierteln sein, nicht die generelle Liberalisierung von Öffnungszeiten.
Wir wollen, dass „unser“ Kiezkontor bleibt!

Adventssingen am 21. Dezember auf den Trinitatisplatz

Liebe Vereinsmitglieder,

Ich wünsche Euch eine friedvolle und erholsame Weihnachtszeit!

Am 21.12. um 18:30 Uhr findet auf dem Platz vor dem Konsum im Anger, den alle als Trinitatisplatz kennen, eine kleine Weihnachtssingerei statt im Rahmen des Lebendigen Adventskalender zusammen mit der Singegruppe der 74. GS und dem Posaunenchor der Trinitatisgemeinde.

Wir kredenzen Glühwein und Plätzchen! Im Nachgang wollen wir den Griechen auf einen kleinen Umtrunk überfallen!

Ich lade Euch herzlich dazu ein und freue mich auf Euch!

Liebe Grüße

Ulrike

PS: Wer Plätzchen übrig hat, bitte mitbringen!!

Erste Ausgabe Anger-Crottendorfer Anzeiger

Standorte:

Brausebäcker,  Bäckerei Kuchenhimmel & Brotfein, Kiezkontor, Dresdner59…

 

Für weitere Ausgaben nehmen wir sehr gern Spenden entgegen, die auch im Blatt benannt werden. Infos unter info(at)koenigreich-crottendorf.de

 

Wählerisch sein! Gesprächsabend mit BundestagskandidatInnen

Donnerstag, 07.09., 19.30 Uhr im Anbau der Trinitatiskirche, Theodor-Neubauer-Straße 16, Anger-Crottendorf.

Eyk Henze (Bündnis Grundeinkommen), Volker Holzendorf (Bündnis 90 / Die Grünen), Daniela Kolbe (SPD), Jens Lehmann (CDU), Christoph Neumann (AfD), Franziska Riekewald (DIE LINKE), Tom Rodig (DIE PARTEI), Joachim Roesler (Demokratie in Bewegung), Marcus Viefeld (FDP)

Eine Veranstaltung des Bürgervereins Anger-Crottendorf in Zusammenarbeit mit der evangelisch-lutherischen Dreifaltigkeitsgemeinde und dem Bürgerverein Neustädter Markt

Einladung zum Stammtisch

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

am 27.07. um 19.00 findet der Stammtisch des Bürgervereins Anger-Crottendorf in der Gaststätte Metaxa (ehemals Silberfund) statt.

Wir freuen uns auf Sie und einen regen Austausch!

 

Wald weg

Ein Teil des Wäldchens hinter der Karl-Krause-Fabrik zwischen Theodor-Neubauer-Straße und Zweinaundorfer Straße ist im Februar abgeholzt worden. Für das Gelände existiert seit den 90er Jahren ein Bebauungsplan. Allerdings war das Gebiet gemäß Waldgesetz mittlerweile: Wald. Der Eigentümer „Dolphin-Trust“ hatte Ende vergangenen Jahres ein Waldumwandlungsverfahren durchgeführt und musste eine Ausgleichsfläche für die Abholzung finden und entsprechende Gelder zahlen.

Wir haben bei der Stadt nachgefragt: Für das Grundstück liegt kein Bauantrag vor! Wir wissen also nicht, warum die Rodung vorgenommen wurde und was der „Dolphin-Trust“ in Anger-Crottendorf vorhat. Wir bleiben aber dran und können sicher bald mehr berichten.

Landtagsabgeordneter ignoriert bürgerschaftliches Engagement

Anger-Crottendorf ist bisher als Stadtteil nur selten aufgefallen. Es gibt wenige Einkaufsmöglichkeiten, dafür aber ein paar Grünflächen und verträumte Wohngebiete, in denen man kleinstädtisches Flair in der Hektik der Großstadt erleben kann.
Doch in letzter Zeit scheint das Gebiet zwischen Reudnitz und Stötteritz besondere Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, da dort eine große Fläche in städtischer Trägerschaft demnächst auf ein Konzept zur weiteren Nutzung wartet. Die Feuerwache in der Theodor-Neubauer-Straße wird innerhalb der nächsten Monate ihren Standort verlassen und dort Platz machen für Neues.

Um das Neue mit Leben zu füllen, beschäftigen sich seit 2015 viele Bürgerinnen und Bürger Anger-Crottendorfs mit der Vision eines Stadtteilzentrums mit Geschäften, Cafès, Werkstätten und Begegnungsstätten für Jung und Alt, das auf dem Gebiet der alten Feuerwache entstehen soll. Mit Unterstützung des Amts für Stadterneuerung und Städtebauförderung und großer bürgerschaftlicher Aufmerksamkeit haben die Beteiligten der „Interessengemeinschaft Ostwache“ handfeste Pläne, wie es dort weitergehen kann. Diese Vorstellungen sind in der Zwischenzeit so offiziell, dass sich das Projekt zum bundesweiten Tag der Städtebauförderung am 13.05.2017 vorstellen wird.

Umso erstaunlicher ist es, dass in den letzten Tagen die Anger-Crottendorfer einen Flyer des CDU-Landtagsabgeordneten Ronald Pohle  in ihrem Briefkasten fanden, der von all dem nichts wissen will und feststellt, dass sich bisher „nichts“ in dem Stadtteil getan hat und schlägt daher die Errichtung einer Schwimmhalle zur Weiternutzung vor.

Der Bürgerverein Anger-Crottendorf freut sich einerseits über das Interesse des Landtagsabgeordneten an der Stadtteilpolitik, beklagt aber die völlige Ignoranz des bisher gelaufenen Engagements der Bürger. „Es kann nicht sein, dass ein Landtagsabgeordneter, der nicht im Stadtrat sitzt und über die Weiternutzung mit abstimmt, sich  hier als Heilsbringer profiliert und die vielen Ideen gar nicht zur Kenntnis nimmt, die es schon gibt“, verweist Ulrike Gebhardt, Vorsitzende des Bürgervereins, auf die Flyer-Aktion.  „Eine Schwimmhalle würde sicherlich den Stadtteil aufwerten, aber Bürgerbefragungen haben auch ganz andere Interessenlagen aufgedeckt, nur scheint Herr Pohle diese gar nicht zu kennen. Volksvertretung sieht anders aus“, so Gebahrdt weiter.

Mitgliederversammlung

Herzliche Einladung an alle Interessierten:

Mitgliedervollversammlung am 09.02.2017 um 19:00 Uhr im Saal der Dresdner59.

Folgende Inhalte stehen auf der Tagesodnung:

  • Jahresbericht des Vorstands 2016

  • Finanzbericht 2016

  • Wahl des Vorstandes

  • Pläne für 2017