Habemus neuer Vorstand

Heute fand die turnusgemäße Mitgliederversammlung mit Wahl eines neues neuen Vorstandes und Satzungsänderungen statt.

Als neuer Vorstand auf zwei Jahre wurden gewählt:

Ulrike Gebhardt (Vorsitz), Lars Klaus Aßhauer, Linda Peters, Jürgen Kasek und Marcus Bautze

Viel Erfolg und alles Gute allen Gewählten.

Daneben haben wir ab jetzt eine neue Adresse, worunter wir anzutreffen sind offiziell im Netz:

www.angercrottendorf.de

Mitgliederversammlung

Liebe Mitglieder des Bürgervereins Anger-Crottendorf e.V.
hiermit laden wir Dich/ Euch zur Mitgliederversammlung am
20.06.2019, 19:00, Ostwache, alte Tischlerei
Folgende Punkte stehen auf der Tagesordnung:
  • Arbeitsbericht 2018
  • Kassenbericht 2018
  • Arbeitsbericht und Planung 2019
  • Satzungsänderung (bitte dazu den Anhang beachten!)
  • Vorstandswahl
    • Ulrike Gebhardt
    • Lars Klaus Asshauer
    • Linda Peters
    • Cliff Weidner
 stehen auf jeden Fall wieder zur Verfügung. Daher beachtet bitte, dass ein Platz im Vorstand neu zu besetzen ist. Nach der Satzungsänderung vom letzten Jahr steht der Vorstand für 2 Jahre!
  • sonstiges
Bitte beachtet eventuelle kurzfristige Änderungen der Tagesordnung.
Beachtet bitte auch, dass die Einladung ausschließlich als Email versendet wird, um kein Papier zu verschwenden.
Ich bitte Euch ebenso, zeitnah zurück zu melden, wer sich als Vorstandsmitglied berufen fühlt und wer nicht teilnehmen kann.
Mit den allerbesten Grüßen
Ulrike Gebhardt

Kein „Anger-Crottendorfer Anzeiger“ im Kiez-Kontor !?

Leserinnen und Leser des „Anger-Crottendofer Anzeigers“ (ACA) sind enttäuscht: Bisher konnten sie sich beim Einkauf im Kiezkontor auch einen Stadtteilzeitung mitnehmen. Doch dort wird der ACA nicht mehr ausgelegt.
Grund dafür ist der Beitrag unserer elfjährigen Redakteurin Ada (Kolumne „Adas Ansichten“), in dem es heißt: „Ich persönlich finde den Kiezkontor ganz okay aber um ehrlich zu sein, mag ich die Sprutzbude […] mehr, aber dort gibt es leider keine Gartenlimo. Im Kiezkontor ist mir die Musik immer etwas zu laut, aber sonst mag ich es.“
Die Redaktion des ACA bedauert, dass sich der Inhaber des Kiezkontors durch diese Stellungnahme einer Elfjährigen so gekränkt fühlt, dass er den ACA nicht mehr auslegen möchte. Das Kiezkontor zählte bislang zu unseren treuen Unterstützer*innen, aber nun hat der Spaß offenbar ein Loch.
Die Redaktion will den Leserinnen und Lesern des ACA den Spaß allerdings nicht nehmen: Wir empfehlen euch und Ihnen, den ACA von der Sprutzbude, dem Kuchenhimmel & Brotfein, dem Kenko-Burger und Anderen zu holen, oder ihn sich bei uns direkt zu bestellen, falls er nicht sowieso in euren/Ihren Briefkästen landet.
Die aktuelle Ausgabe ist allerdings bereits fast vergriffen.
Der ACA ist politisch und weltanschaulich unabhängig und auch unabhängig bezüglich wirtschaftlicher Interessen Dritter. Eine Zensur findet nicht statt und Versuche, uns inhaltlich zu disziplinieren, verwundern uns. Wir stehen dem allerdings gelassen gegenüber und kümmern uns nicht weiter darum. Der Sprutzbude empfehlen wir jedoch, die Gartenlimo (s.o.) ins Sortiment aufzunehmen. Wir werden den ACA aber selbst dann (!) weiterhin in der Sprutzbude auslegen, falls sie unserer diesbezüglichen Unternehmensberatung nicht folgen sollte.

Anger-Crottendorf hat gewählt

Wir veröffentlichen die Wahlergebnisse zur Stadtratswahl in Anger-Crottendorf:

Bündnis 90 / Die Grünen 27,1%       (Leipzig 20,7%)

DIE LINKE 22,9%                                     (Leipzig 21,4%)

CDU 12,9%                                                 (Leipzig 17,5%)

AfD 11,3%                                                   (Leipzig 14,9%)

SPD 10,6%                                                  (Leipzig 12,4%)

Die Partei 7%                                             (Leipzig 3,8%)

FDP 4,3%                                                     (Leipzig 4,8%)

Piraten 2,2%                                               (Leipzig 1,4%)

WVL 1,7%                                                     (Leipzig 2,5%)

 

Damit hat Anger-Crottendorf dazu beigetragen, dass eine strukturelle rot-grün-rote Mehrheit im Stadtrat erhalten bleibt.

Anger-Crottendorf gehört zum Wahlkreis 2. In diesem Wahlkreis erhielt die CDU 24,7%, die AfD 19,6%, DIE LINKE 16,1%, Bündnis 90 / Die Grünen 14,6 %, die SPD 12,2%, die FDP 4,3%, DIE PARTEI 4,2%, WVL 2,9% und die Piratenpartei 1,4%. Für unseren Wahlkreis ziehen Jens Lehmann und Siegrun Seidel (beide CDU), Marius Beyer (AfD), Beate Ehms (DIE LINKE), Jürgen Kasek (Bündnisgrüne) und Anja Feichtinger (SPD) in den Stadtrat ein.

Bedauerlicherweise haben es die Kandidatinnen und Kandidaten aus Anger-Crottendorf (Lars Aßhauer, Ulrike Gebhardt, Katharina Kramer, Marcel Pruß) nicht geschafft, in den Stadtrat zu kommen. Wir hoffen, dass die Belange und Interessen unseres Stadtteils dennoch dort vertreten werden: Für ein Nachbarschaftszentrum in der Ostwache, für den Erhalt von Stadtgrün, für bezahlbaren Wohnraum und gegen den Ausverkauf unseres Stadtteils, gegen die Zerstörung unseres Lebensumfelds durch den „Mittleren Ring“. In diesem Sinne werden wir „unsere“ Stadträtinnen und Stadträte beraten.

Und unsere Nachbarn haben so gewählt:

Mölkau: CDU 31,7%, AfD 20,1%, Linke 13,1%, Grüne 12%, SPD 11,2%, Partei 2,6%.

Stötteritz: Grüne 24%, Linke 19,6%, CDU 17,2%, AfD 13,3%, SPD 11,8%, Partei 5%.

Reudnitz-Thonberg: Grüne 34,6%, Linke 25%, SPD 10,8%, CDU 9,5%, AfD 7,3%, Partei 6,2%

Volkmarsdorf: Linke 34,7%, Grüne 25%, Partei 10,2%, AfD 9,7%, SPD 7,9%, CDU 6,2%.

Sellerhsn.-Stünz: CDU 20,7%, AfD 19%, Grüne 16,1%, Linke 15,5%, SPD 15,4%, Partei 5%.

Die kleinräumig starken Unterschiede spiegeln soziale Lage, Bildungsstand und Lebenskultur in den unterschiedlichen Stadtteilen deutlich wider.

Antworten auf unsere Fragen an die Kandidierenden zur Stadtratswahl am 26.05.

Im Vorfeld der Stadtratswahl haben wir Parteien angeschrieben und an die Kandidierenden Fragen gestellt. Dabei geht es uns um Themen, die unseren Stadtteil betreffen. Das ist auch der Schwerpunkt unserer Frühlingsausgabe des Anger-Crottendorfer Anzeigers. Wir stellen die Antworten nach Themen geordnet vor. Die Kandidierenden erscheinen als Personen in alphabetischer Reihenfolge.

Hier gibt es den gesamten Artikel zum gleich lesen.

Im Anger-Crottendorfer  Anzeiger gibt‘ s alle Antworten und eine Vorstellung der  Kandidierenden. Den ACA gibt es ab Donnerstag, dem 23.5.2019, in Ihrem Briefkasten (wenn wir ins Haus dürfen) oder im Konsum, beim Brause-Bäcker, im Kuchenhimmel und Brotfein, im Kiezkontor, in der Sputzbude und auch auf Anfrage direkt bei uns.

Informationsspaziergang als Protestmarsch

Ein eindrucksvolles Bekenntnis zu unserem Stadtgrün und unserem Stadtteil

Knapp 1.000 Menschen folgten am 03.05.2019 unserer Einladung zum Protestspaziergang gegen den im Flächennutzungsplan vorgesehene Trasse des Mittleren Ringes. Die ganze Welt redet vom Klimaschutz und in Leipzig wird über einen Straßenneubau durch Parks, Kleingärten und Wohngebiete im Leipziger Osten und Südosten diskutiert – ein Unding! Unser Ziel war es daher, an neuralgischen Punkten der Streckenführung des Mittleren Ringes auf Schnittstellen hinzuweisen, die mit etwas gesundem Menschenverstand den Irrsinn diese Maßnahme deutlich machen. Die schmale Freifläche zwischen den Hinterhöfen der Karl-Härting-Straße und dem Bahndamm war bald gefüllt und auf der Cunnersdorfer Straße ging nichts mehr. Viele Kinder und Jugendliche führten selbstgemalte und gebastelte Plakate mit sich und die vom BV extra gefertigten Protestplakate und – banner fanden reißenden Absatz. Nach seiner kurzen Einführung zum Stand der Planungen führte der Vorsitzende des Bürgervereins Sellerhausen-Stünz, Axel Kalteich, aus, dass Verkehrslösungen im Leipziger Osten nur gefunden werden können, wenn alle Bürger an einem Strang ziehen. Der Bürgerverein hat dazu mehrfach Vorschläge unterbreitet, wie die Situation in der Engelsdorfer Straße in Mölkau entspannt werden kann, ohne den Stadthaushalt mit 210 Mio. Euro zu belasten. Lösungen dürfen auf keinen Fall zu Lasten der Allgemeinheit gehen! Dies würde am gerade fertig sanierten und denkmalgeschützten Gebäude der Cunnersdorfer Straße 32 der Fall sein. Das Haus steht 15 m vom Bahndamm weg und müsste abgerissen werden, wenn hier eine Straße mit Breite über 25 m Breite (7,50 m Fahrbahn und 2 Kurvenradien für Busse und LKW mit jeweils ca. 10 m) entstehen soll. Gegen 17.15 Uhr starteten wir Richtung Süden. Da die Demonstrationszugspitze schon fast im Park war, das Zugende aber noch nicht mal gestartet war, musste Zwischenstopp in der Zweenfurther Straße entfallen. Hier soll der Stadtteil durch eine 4,5 m hohe Betonmauer längs der Bahntasse getrennt werden – so der Vorschlag der „Bahnvariantenbefürworter“. Im Stünzer Park waren die Ausreißer wieder eingefangen. Hier müsste das denkmalgeschützte Velodrom mit einigen hundertjährigen Bäumen weichen. Anwohner erzählen, dass es hier früher einmal Kinoveranstaltungen gab. Selbst wenn der vorhandene Damm in 6 m Höhe nur verbreitert werden müsste und dieser tatsächlich die zusätzlichen Horizontal- und Scherkräfte aufnehmen könnte, blieben immer noch die Sicherheitsabstände zum Bahngleis von ca. 10 m. der Dammfuß würde sich mit Fahrbahn und Böschungsneigung 1 : 1,5 um über 25 verbreitern. Nach vielen guten Gesprächen innerhalb des Protestzuges war der nächste Halt die Kreuzung der Zweinauendorfer Straße. Da hier Auf- und Abbiegespuren mit Kurvenradien anzulegen wären, die vom 6,0 m hohen Damm über 150 m lange Rampen runter führen summiert sich die Gesamtbreite der Straße auf ca. 80 m. Ein Eingriff in den Ostfriedhof wäre unvermeidlich, ganz zu schweigen vom Stötteritzer Kleingartenverein „Flora“. An der Oststraße richtete Ulrike Gebhardt als Vorsitzende des Bürgervereins Anger-Crottendorf einige Worte an die Teilnehmer und rief dazu auf, zur Kommunalwahl am 26.05.2019 die Abstimmung von den Stellungnahmen der Parteien zu diesem Thema abhängig zu machen. Die Anbindung der Papiermühlstraße müsste wieder über riesige Rampen erfolgen, in deren Trasse das alte Bahnhofsgebäude und ein Wohnhaus liegen.
Am Kreuzungspunkt Prager Straße ist vermutlich nur eine weitläufige Untertunnelung dieser möglich. Herr Dr. Kerreit von der Initiative „Contra Bahnvariante“ aus Stötteritz verwies auf entsprechende Planungen der Stadtverwaltung aus den neunziger Jahren. Selbst wenn ein derartiger Tunnel vielleicht technisch machbar ist, würden die Zufahrten auf die Prager Straße den laufenden Verkehr erheblich behindern. Gegen 19.00 Uhr endete die Demonstration in der Sichtachse zwischen Völkerschlachtdenkmal und Alter Messe. Der Blick wurde nochmal genossen, da auch hier ein Damm sämtliche Weg- und Blickkontakte im Wilhelm-Külz-Park zerstören würde. Kaum vorstellbar, zumal jetzt dort wieder eine neue Fußgängerbrücke gebaut wird, die dann im Weg wäre. Im Zuge der Veranstaltung wurden ca. 20 Unterschriftenlisten gegen den Straßenneubau durch Parks, Kleingärten und Wohngebiete im Leipziger Osten und Südosten ausgefüllt. Mehr hatten wir leider nicht mit. Diese werden dann dem neuen Stadtrat in Form einer Petition übergeben. Für viele Teilnehmer, darunter auch Herr Dietze von der „Initiative Pro Mölkau“, war es ein sehr informativer Spaziergang, da viele die Dimension bis dahin noch gar nicht erfassen konnten. Auch wenn der Bürgerverein eigentlich viele andere wichtige Dinge zur Verschönerung seines Stadtteils zu erledigen hat, wird er auch weiter nicht ruhen, bis dieses Thema vom Tisch ist! Vielen Dank an den Projektleiter der DB AG, der unseren Spaziergang fachlich und konstruktiv begleitet hat und zur aktuellen Baumaßnahme der Deutschen Bahn AG Auskünfte geben konnte.

Bitte bessere Busverbindungen!

Unsere Vorschläge für eine bessere Anbindung der Anger-Crottendorfer an den ÖPNV

Leipzig wächst und steigende Fahrgastzahlen sind auch für Anger-Crottendorf zu erwarten. Allerdings ist der Stadtteil schon heute nicht gut in den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) integriert. Der Nahverkehrsplan der Stadt Leipzig sieht vor, dass im innerstädtischen Bereich 80% der Bewohnerinnen und Bewohner und auch der dort Arbeitenden in maximal 300m einen Bus-, Straßenbahn- oder S-Bahn-Haltepunkt erreichen können. In Anger-Crottendorf wird dieses Ziel allerdings nur für 71% der Menschen erreicht. Ein Grund dafür ist die Verlegung des S-Bahnhofs und die auch darüber hinaus schlechte ÖPNV-Erschließung der Wohngebiete zwischen Gregor-Fuchs-Straße und Rietschke-Aue.

Die Stadt Leipzig hat ein Mobilitätskonzept für den Leipziger Osten erarbeitet. Diese Ideensammlung beinhaltet die (Wieder)einführung einer Straßenbahnverbindung nach Mölkau auf der Zweinaundorfer Straße sowie einen Quartiersbus. Ein Quartiersbus – ähnlich wie in Grünau –muss man allerdings kritisch sehen.

Vorschläge (bitte beachten Sie, dass sind Ideen, über die man nachdenken und reden muss und KEINE geplanten Linien!!!)

Für die bessere ÖPNV-Erschließung sind mehrere Varianten denkbar:

  • Die Veränderung der Linienführung der Buslinie 72 oder 73 durch die Grüne Gasse, Gregor-Fuchs-Straße, Theodor-Neubauer-Straße und Wichernstraße zum S-Bahn-Haltepunkt Anger-Crottendorf. Dadurch würde die Haltestelle Martinstraße gegebenenfalls nur noch alle 20 Minuten angefahren werden. Das Einzugsgebiet dieser Haltestelle umfasst allerdings auch das Gebiet, durch das dann die veränderte Linienführung verlaufen würde.

  • Die Verlängerung der Linie 77 von Stünz durch den Stünzer Park zur Theodor-Neubauer-Straße und Gregor-Fuchs-Straße.

  • Die Einrichtung einer neuen Buslinie durchs Quartier als Nord-Süd-Verbindung vom Torgauer Platz über den künftigen Bildungscampus Ihmelsstraße durch Anger-Crottendorf zur Martinstraße Richtung Alte Messe.

Im Kontext damit sollte der S-Bahn-Takt auf 4 Züge/Stunde in jede Richtung ab Anger-Crottendorf erhöht werden.

Fazit:

Der Norden Anger-Crottendorfs muss durch den ÖPNV besser erschlossen werden. Durch die Gregor-Fuchs-Straße soll kurzfristig Busverkehr eingerichtet werden. Zur Erschließung des künftigen Nachbarschaftszentrums „Ostwache“ und des Wohngebiets zwischen früherer und heutiger S-Bahn-Trasse sollten Busse entlang der Theodor-Neubauer-Straße unter dem künftigen Parkbogen Ost hindurch fahren können. Haltestellen sollten an der Grünen Gasse / Ecke Friedrich-Dittes-Straße, an der Gregor-Fuchs-Straße/ Ecke Sellerhäuser Straße, an der Ostwache sowie an der Wichernstraße eingerichtet werden.

Gemeinsamer Nenner aller geäußerten Vorschläge ist die Forderung nach kurzfristiger Erschließung der Gregor-Fuchs-Straße durch eine Busverbindung. Hierzu empfehlen wir den zuständigen Gremien und Behörden mit Nachdruck die genannten Lösungsmöglichkeiten zu prüfen.