Erste Bürgerwerkstatt zum Parkbogen Ost

Am 14. April fand im Berufsschulzentrum am Rabet eine erste Bürgerwerkstatt zum Parkbogen Ost statt. (Flyer: Bürgerwerkstatt Parkbogen Ost 14.04.2015 Einladungskarte)

Der Fokus der Organisatoren (Amt für Stadtplanung und UrbanPlan GmbH) lag besonders beim nördlichen Teil des Parkbogens zwischen Mariannenstraße und der sich im Rückbau befindlichen Bahntrassen nach Osten. Dieses Gebiet könnte, so die mögliche Planung, zu einem Areal ausgebaut werden, mit dem man sich für die Bundesgartenschau (2025 oder 2027) bewerben könnte. Dies würde auch Fördermittel nach Leipzig und in das Projekt bringen, die für den Ausbau des Parkbogen Osts benötigt werden.

2015-04-14 18.00.30Trotzdem konnten wir in drei der fünf Arbeitsgruppen Akzente für Anger-Crottendorf setzen. Hierbei haben wir Unterstützungsangebote bei einem etwaigen Dialog mit den Besitzern und Investoren der Karl-Krause-Fabrik erhalten. Das Problem Karl-Krause ist den Planern des Parkbogens bekannt. In der vorab-Planung existierte die Idee, im östlichen Bereich des Karl-Krause-Geländes einen Kletterpark einzurichten. Wir haben den Wunsch der Initiative unterbreitet, das gesamte Gebiet zu entwickeln und ein Parkareal in diesem Bereich zu planen bzw. eine öffentliche Nutzung des gesamten Areals in die Planung aufzunehmen. Dazu brachten wir möglichen gastronomische Angebote und eine mögliche Fahrradwerkstatt für das Areal oder das Gelände der alten Feuerwache ins Spiel. Von Seiten der Planer wurde die Möglichkeit eines Wochenmarktes (oder am Anfang mit niedrigerer Frequenz) auf der Fläche vor der alten Feuerwache angesprochen.

Für die Südkurve des Parkbogens (Mierendorffstraße ~53) gab es den Vorschlag eines Wasserspielplatzes.

In Bezug auf die Kleingartenanlagen ist eine Anbindung möglichst vieler Anlagen gewünscht. Dabei soll besonders den Vereinshäusern der Kleingartenanlagen die Möglichkeit gegeben werden, sich zu Ausflugsgaststätten zu entwickeln.

Es gab einige weitere Vorschläge zur Entwicklung der Anlagen entlang der Trasse, wie die Einrichtung von Weingärten, eines Bienenlehrpfades und anderer pädagogischer Angebote (einige Anlagen haben bereits Parzellen mit Gehegen für exotische Vögel) in leerstehenden Parzellen.

Ein weiterer Punkt war die Renaturierung der Rietzschkenaue, wo ein landschaftlich interessanteres Flutbecken um die verlängerte Bernhardstraße eingerichtet werden könnte.

Für der Planung für das Viadukt hat sich wenig geändert. Es ist weiterhin ein gemischter Fuß/Radweg geplant (Pflaster und Asphalt). Fragen der genauen Aufteilung an den einzelnen Teilabschnitten sowie Fragen der Beleuchtung und der genauen Zugänge zum Parkbogen konnten noch nicht konkretisiert werden, sollen dann aber, wenn es so weit ist, unter Bürgerbeteiligung geklärt werden.

Insgesamt ist es geplant, die ersten Vorhaben (und den „Masterplan“) noch in diesem Jahr in Stadtratsanträge zu gießen (welche Teilstücke und in welcher Genauigkeit das konkret sein wird, wurde nicht gesagt), damit die ersten Bauvorhaben im Frühjahr 2016 gestartet werden können. Dabei ist vor Allem die Frage der Partner und Geldgeber noch nicht geklärt. Es soll viele kleinere Projekte geben, die aus einzelnen Töpfen und mit verschiedensten Partnern umgesetzt werden können.

Was uns besonders erfreut hat war, dass das Problem des Karl-Krause-Geländes den Planern bekannt ist und dass sie sich selbst dafür einsetzen, dass der Bebauungsplan, der die Bebauung des gesamten Areals vorsieht (und nunmehr 20 Jahre alt ist) unbedingt geändert werden muss.

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Die nächste Bürgerwerkstatt zum Parkbogen Ost wird am 11.06. stattfinden.

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