Quartiersmanagement Ost verweigert der BürgerInnen-Initiative Anger-Crottendorf Unterstützung

Einen Förderantrag zur Unterstützung der Bürgerinitiative bezüglich der Kostenübernahme von Öffentlichkeitsarbeit hat der Vergabeausschuss des „Verfügungsfonds Leipziger Osten“ am Mittwoch, dem 15.April abgelehnt.

Als Grund der Ablehnung wurde angegeben, dass unsere Initiative sich nur „gegen“ Dinge einsetze. Unsere Forderung, die Karl-Krause-Fabrik, entsprechend des Bebauungsplans, mit Mischnutzung zu „verwerten“ und das restliche Fabrikgelände im Rahmen des Parkbogens Ost als wichtiges Teilprojekt zu einer öffentlich zugänglichen Anlage zu machen, halten wir hingegen für konstruktiv und können die Entscheidung des Ausschusses, Mittel für öffentliche Versammlungen und Zusammenarbeit im Stadtteil zu verweigern, nicht nachvollziehen.

Offensichtlich haben wir einen wunden Punkt erwischt und die Leipziger Stadtverwaltung zeigt sich uneinig und zerstritten: Während uns auf eine schriftliche Anfrage bei der Stadt mitgeteilt wurde, beim Gelände hinter der Karl-Krause-Fabrik handele es sich um Wald, meint die Leiterin der Abteilung Stadterneuerung Ost, es handele sich um Bauland. Während diejenigen in der Stadtverwaltung, die direkt an der Planung des Parkbogen Ost arbeiten, für dieses Gelände einen Kletterwald vorschlagen, heißt es von anderer Seite bei der Stadt, über die Nutzung des Geländes verfüge allein der Eigentümer.

Es ist eine Farce: Im Rahmen der Bürgerwerkstatt Parkbogen Ost am 14. April (wir berichteten) wurden der Parkbogen zum „zivilgesellschaftlichen Projekt“ erklärt und alle Anwesenden aufgefordert, sich aktiv einzubringen. Und schon am Folgetag beschloss ein Gremium, dem auch Veranstalter und Teilnehmer der Bürgerwerkstatt angehören, unsere Initiative nicht zu fördern. Dabei ist einer unser derzeitiger Schwerpunkt, die Realisierung des Parkbogens in Anger-Crottendorf mit Leben zu erfüllen.

Die Aufforderung an uns BürgerInnen, sich demokratisch einzumischen, wird somit zur Phrase, der auf der Bürgerwerkstatt beschworene „zivilgesellschaftliche Roman Parkbogen“ zur reinen Fiktion. Entscheidend dabei ist freilich nicht die Ablehnung als solche, sondern die Begründung, „dass es zu sehr nur um die Verhinderung von Vorhaben geht, die aus rechtlicher Perspektive nach unserer Kenntnis nicht verhindert werden können.“

Wir wollen ermöglichen, nicht verhindern. Und allen in der Stadtverwaltung, die die Botschaft der Bürgerwerkstatt Parkbogen Ost kreativ ausgestalten wollen, sind wir gerne PartnerInnen. Ein Dialog mit den PredigerInnen der Alternativlosigkeit hingegen bringt Anger-Crottendorf nicht weiter.

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