Bäume weg

„Wald weg“ titelten wir hier vor einem Jahr, nachdem die Hälfte des Wäldchens hinter der Karl-Krause-Frabrik abgeholzt worden war. Diesmal geht es nur um einzelne, aber besonders große und schöne Bäume, zum Teil in unseren Parks, aber auch in der Stünzer Straße, vor allem aber in der Franckestraße. Hier wurde praktisch die ganze Reihe großer Bäume entlang der dortigen Schulmauer gefällt. Wir haben nachgefragt: Die Fällung hängt mit der bevorstehenden Sanierung des Schulgeländes zusammen.

Der zuständige Bauleiter Frank Gründig vom Amt für Gebäudemanagement erklärte gegenüber dem Bürgerverein Anger-Crottendorf: „Im Zeitraum Mai 2018 bis November 2019 wird das Haus 2 umfangreich modernisiert. Leistungsteil ist dabei auch die Freianlagengestaltung, einschließlich der Erneuerung der Grundstücksmauer. Aus statischen Gründen muss die Mauer abgetragen und anschließend neu aufgebaut werden. Da wir dadurch auch Eingriffe in den Wurzelbereich der Bäume vornehmen, ist deren Standsicherheit nicht mehr gegeben. Für die Maßnahme liegt eine Baugenehmigung bzw. die Stellungnahme des Amtes für Stadtgrün und Gewässer vor. Es werden Ersatzpflanzungen vorgenommen.“

Die Ersatzpflanzungen sollen unter anderem an den Standorten der gefällten Bäume erfolgen. Laut Frank Gründig bestehe da durch den Wurzelstock allerdings ein technologisches Problem. Zur Frage der Ersatzpflanzungen werde es noch einen Termin mit dem Amt für Stadtgrün und Gewässer, dem Verkehrs- und Tiefbauamt und dem Fachplaner geben.

Die Straßenbäume in der Franckestraße trugen nach unserer Ansicht nicht unwesentlich zur Wohnqualität in dieser Straße bei. Es ist klar, dass Sicherungsmaßnahmen durchgeführt werden müssen. Aber „der Zielkonflikt“ zwischen Wurzelstock und Gebäuden betrifft doch prinzipiell alle Straßenbäume, oder? Gerade in einer wachsenden Stadt aber brauchen wir begrünte Straßen. Diesbezüglich sind ja auch innovative Lösungen mit Bäumen n der Starßenmitte im Rahmen eines „Shared-Space-Konzepts“ für Straßen in Wohngebieten denkbar.

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