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Kein „Anger-Crottendorfer Anzeiger“ im Kiez-Kontor !?

Leserinnen und Leser des „Anger-Crottendofer Anzeigers“ (ACA) sind enttäuscht: Bisher konnten sie sich beim Einkauf im Kiezkontor auch einen Stadtteilzeitung mitnehmen. Doch dort wird der ACA nicht mehr ausgelegt.
Grund dafür ist der Beitrag unserer elfjährigen Redakteurin Ada (Kolumne „Adas Ansichten“), in dem es heißt: „Ich persönlich finde den Kiezkontor ganz okay aber um ehrlich zu sein, mag ich die Sprutzbude […] mehr, aber dort gibt es leider keine Gartenlimo. Im Kiezkontor ist mir die Musik immer etwas zu laut, aber sonst mag ich es.“
Die Redaktion des ACA bedauert, dass sich der Inhaber des Kiezkontors durch diese Stellungnahme einer Elfjährigen so gekränkt fühlt, dass er den ACA nicht mehr auslegen möchte. Das Kiezkontor zählte bislang zu unseren treuen Unterstützer*innen, aber nun hat der Spaß offenbar ein Loch.
Die Redaktion will den Leserinnen und Lesern des ACA den Spaß allerdings nicht nehmen: Wir empfehlen euch und Ihnen, den ACA von der Sprutzbude, dem Kuchenhimmel & Brotfein, dem Kenko-Burger und Anderen zu holen, oder ihn sich bei uns direkt zu bestellen, falls er nicht sowieso in euren/Ihren Briefkästen landet.
Die aktuelle Ausgabe ist allerdings bereits fast vergriffen.
Der ACA ist politisch und weltanschaulich unabhängig und auch unabhängig bezüglich wirtschaftlicher Interessen Dritter. Eine Zensur findet nicht statt und Versuche, uns inhaltlich zu disziplinieren, verwundern uns. Wir stehen dem allerdings gelassen gegenüber und kümmern uns nicht weiter darum. Der Sprutzbude empfehlen wir jedoch, die Gartenlimo (s.o.) ins Sortiment aufzunehmen. Wir werden den ACA aber selbst dann (!) weiterhin in der Sprutzbude auslegen, falls sie unserer diesbezüglichen Unternehmensberatung nicht folgen sollte.

Anger-Crottendorf hat gewählt

Wir veröffentlichen die Wahlergebnisse zur Stadtratswahl in Anger-Crottendorf:

Bündnis 90 / Die Grünen 27,1%       (Leipzig 20,7%)

DIE LINKE 22,9%                                     (Leipzig 21,4%)

CDU 12,9%                                                 (Leipzig 17,5%)

AfD 11,3%                                                   (Leipzig 14,9%)

SPD 10,6%                                                  (Leipzig 12,4%)

Die Partei 7%                                             (Leipzig 3,8%)

FDP 4,3%                                                     (Leipzig 4,8%)

Piraten 2,2%                                               (Leipzig 1,4%)

WVL 1,7%                                                     (Leipzig 2,5%)

 

Damit hat Anger-Crottendorf dazu beigetragen, dass eine strukturelle rot-grün-rote Mehrheit im Stadtrat erhalten bleibt.

Anger-Crottendorf gehört zum Wahlkreis 2. In diesem Wahlkreis erhielt die CDU 24,7%, die AfD 19,6%, DIE LINKE 16,1%, Bündnis 90 / Die Grünen 14,6 %, die SPD 12,2%, die FDP 4,3%, DIE PARTEI 4,2%, WVL 2,9% und die Piratenpartei 1,4%. Für unseren Wahlkreis ziehen Jens Lehmann und Siegrun Seidel (beide CDU), Marius Beyer (AfD), Beate Ehms (DIE LINKE), Jürgen Kasek (Bündnisgrüne) und Anja Feichtinger (SPD) in den Stadtrat ein.

Bedauerlicherweise haben es die Kandidatinnen und Kandidaten aus Anger-Crottendorf (Lars Aßhauer, Ulrike Gebhardt, Katharina Kramer) nicht geschafft, in den Stadtrat zu kommen. Wir hoffen, dass die Belange und Interessen unseres Stadtteils dennoch dort vertreten werden: Für ein Nachbarschaftszentrum in der Ostwache, für den Erhalt von Stadtgrün, für bezahlbaren Wohnraum und gegen den Ausverkauf unseres Stadtteils, gegen die Zerstörung unseres Lebensumfelds durch den „Mittleren Ring“. In diesem Sinne werden wir „unsere“ Stadträtinnen und Stadträte beraten.

Und unsere Nachbarn haben so gewählt:

Mölkau: CDU 31,7%, AfD 20,1%, Linke 13,1%, Grüne 12%, SPD 11,2%, Partei 2,6%.

Stötteritz: Grüne 24%, Linke 19,6%, CDU 17,2%, AfD 13,3%, SPD 11,8%, Partei 5%.

Reudnitz-Thonberg: Grüne 34,6%, Linke 25%, SPD 10,8%, CDU 9,5%, AfD 7,3%, Partei 6,2%

Volkmarsdorf: Linke 34,7%, Grüne 25%, Partei 10,2%, AfD 9,7%, SPD 7,9%, CDU 6,2%.

Sellerhsn.-Stünz: CDU 20,7%, AfD 19%, Grüne 16,1%, Linke 15,5%, SPD 15,4%, Partei 5%.

Die kleinräumig starken Unterschiede spiegeln soziale Lage, Bildungsstand und Lebenskultur in den unterschiedlichen Stadtteilen deutlich wider.

Informationsspaziergang als Protestmarsch

Ein eindrucksvolles Bekenntnis zu unserem Stadtgrün und unserem Stadtteil

Knapp 1.000 Menschen folgten am 03.05.2019 unserer Einladung zum Protestspaziergang gegen den im Flächennutzungsplan vorgesehene Trasse des Mittleren Ringes. Die ganze Welt redet vom Klimaschutz und in Leipzig wird über einen Straßenneubau durch Parks, Kleingärten und Wohngebiete im Leipziger Osten und Südosten diskutiert – ein Unding! Unser Ziel war es daher, an neuralgischen Punkten der Streckenführung des Mittleren Ringes auf Schnittstellen hinzuweisen, die mit etwas gesundem Menschenverstand den Irrsinn diese Maßnahme deutlich machen. Die schmale Freifläche zwischen den Hinterhöfen der Karl-Härting-Straße und dem Bahndamm war bald gefüllt und auf der Cunnersdorfer Straße ging nichts mehr. Viele Kinder und Jugendliche führten selbstgemalte und gebastelte Plakate mit sich und die vom BV extra gefertigten Protestplakate und – banner fanden reißenden Absatz. Nach seiner kurzen Einführung zum Stand der Planungen führte der Vorsitzende des Bürgervereins Sellerhausen-Stünz, Axel Kalteich, aus, dass Verkehrslösungen im Leipziger Osten nur gefunden werden können, wenn alle Bürger an einem Strang ziehen. Der Bürgerverein hat dazu mehrfach Vorschläge unterbreitet, wie die Situation in der Engelsdorfer Straße in Mölkau entspannt werden kann, ohne den Stadthaushalt mit 210 Mio. Euro zu belasten. Lösungen dürfen auf keinen Fall zu Lasten der Allgemeinheit gehen! Dies würde am gerade fertig sanierten und denkmalgeschützten Gebäude der Cunnersdorfer Straße 32 der Fall sein. Das Haus steht 15 m vom Bahndamm weg und müsste abgerissen werden, wenn hier eine Straße mit Breite über 25 m Breite (7,50 m Fahrbahn und 2 Kurvenradien für Busse und LKW mit jeweils ca. 10 m) entstehen soll. Gegen 17.15 Uhr starteten wir Richtung Süden. Da die Demonstrationszugspitze schon fast im Park war, das Zugende aber noch nicht mal gestartet war, musste Zwischenstopp in der Zweenfurther Straße entfallen. Hier soll der Stadtteil durch eine 4,5 m hohe Betonmauer längs der Bahntasse getrennt werden – so der Vorschlag der „Bahnvariantenbefürworter“. Im Stünzer Park waren die Ausreißer wieder eingefangen. Hier müsste das denkmalgeschützte Velodrom mit einigen hundertjährigen Bäumen weichen. Anwohner erzählen, dass es hier früher einmal Kinoveranstaltungen gab. Selbst wenn der vorhandene Damm in 6 m Höhe nur verbreitert werden müsste und dieser tatsächlich die zusätzlichen Horizontal- und Scherkräfte aufnehmen könnte, blieben immer noch die Sicherheitsabstände zum Bahngleis von ca. 10 m. der Dammfuß würde sich mit Fahrbahn und Böschungsneigung 1 : 1,5 um über 25 verbreitern. Nach vielen guten Gesprächen innerhalb des Protestzuges war der nächste Halt die Kreuzung der Zweinauendorfer Straße. Da hier Auf- und Abbiegespuren mit Kurvenradien anzulegen wären, die vom 6,0 m hohen Damm über 150 m lange Rampen runter führen summiert sich die Gesamtbreite der Straße auf ca. 80 m. Ein Eingriff in den Ostfriedhof wäre unvermeidlich, ganz zu schweigen vom Stötteritzer Kleingartenverein „Flora“. An der Oststraße richtete Ulrike Gebhardt als Vorsitzende des Bürgervereins Anger-Crottendorf einige Worte an die Teilnehmer und rief dazu auf, zur Kommunalwahl am 26.05.2019 die Abstimmung von den Stellungnahmen der Parteien zu diesem Thema abhängig zu machen. Die Anbindung der Papiermühlstraße müsste wieder über riesige Rampen erfolgen, in deren Trasse das alte Bahnhofsgebäude und ein Wohnhaus liegen.
Am Kreuzungspunkt Prager Straße ist vermutlich nur eine weitläufige Untertunnelung dieser möglich. Herr Dr. Kerreit von der Initiative „Contra Bahnvariante“ aus Stötteritz verwies auf entsprechende Planungen der Stadtverwaltung aus den neunziger Jahren. Selbst wenn ein derartiger Tunnel vielleicht technisch machbar ist, würden die Zufahrten auf die Prager Straße den laufenden Verkehr erheblich behindern. Gegen 19.00 Uhr endete die Demonstration in der Sichtachse zwischen Völkerschlachtdenkmal und Alter Messe. Der Blick wurde nochmal genossen, da auch hier ein Damm sämtliche Weg- und Blickkontakte im Wilhelm-Külz-Park zerstören würde. Kaum vorstellbar, zumal jetzt dort wieder eine neue Fußgängerbrücke gebaut wird, die dann im Weg wäre. Im Zuge der Veranstaltung wurden ca. 20 Unterschriftenlisten gegen den Straßenneubau durch Parks, Kleingärten und Wohngebiete im Leipziger Osten und Südosten ausgefüllt. Mehr hatten wir leider nicht mit. Diese werden dann dem neuen Stadtrat in Form einer Petition übergeben. Für viele Teilnehmer, darunter auch Herr Dietze von der „Initiative Pro Mölkau“, war es ein sehr informativer Spaziergang, da viele die Dimension bis dahin noch gar nicht erfassen konnten. Auch wenn der Bürgerverein eigentlich viele andere wichtige Dinge zur Verschönerung seines Stadtteils zu erledigen hat, wird er auch weiter nicht ruhen, bis dieses Thema vom Tisch ist! Vielen Dank an den Projektleiter der DB AG, der unseren Spaziergang fachlich und konstruktiv begleitet hat und zur aktuellen Baumaßnahme der Deutschen Bahn AG Auskünfte geben konnte.

Ein Quartiersbus für Anger-Crottendorf?

Der Bürgerverein Anger-Crottendorf lädt am 22.11.2018 um 18.00 Uhr in den Stadtteiltreff Dresdner59 nach Reudnitz. Mit Vertretern der Stadtverwaltung, LVB und Verkehrsverbänden sollen Bürgerinnen und Bürger aus Anger-Crottendorf mitentscheiden können, wie das Viertel besser an öffentliche Verkehrsmittel angeschlossen werden kann.
Der Mobilitätsplan Ost des Verkehrs- und Tiefbauamts (VTA) und des Amts für Stadtentwicklung für Wohnungsbauförderung (ASW) sieht hierfür unter anderem einen Quartiersbus vor, der vor allem den Anwohnerinnen und Anwohnern der Wohngebiete nördlich der Gregor-Fuchs-Straße nutzen würde. Eine Busverbindung wäre auch für das künftige Nachbarschaftszentrum „Ostwache“ wichtig.

Lesung im Rahmen des Anger-Crottendorfer Schreibwettbewerbs

Am 18.10. um 19 Uhr werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Ersten Anger-Crottendorfer Schreibwettbewerb ihre Texte in der Stadtbücherei Reudnitz öffentlich vortragen. Der literarische Bogen des Abends geht von kurzen Erzählungen über skurrile Prosa bis zu Lyrik. Das Publikum wird die besten Texte auswählen, die dann im Rahmen von LEIPZIG LIEST während der Buchmesse gelesen werden. Thematischer roter Faden der präsentierten Texte sind Anger-Crottendorf und die Tschechische Republik, das Partnerland der Buchmesse 2019. Wir laden Sie und euch herzlich zu der Veranstaltung ein. Der Eintritt ist frei.

Veranstaltung 4.10.: Für unser Viertel – keine halben Sachen

Der Bürgerverein Anger-Crottendorf läd am 04.10.2018 um 18:00 ins Förderzentrum Käthe Kollwitz in der Karl-Vogel-Straße (ehemalige Richard Wagner Schule) zu einer Gesprächsrunde mit Vertretern der Stadt, Politik und Initiativen aus Anger-Crottendorf.
Unter den Fragestellungen: Wie erhalten wir Anger-Crottendorf lebenswert und bezahlbar? Wie können Bürgerinnen und Bürger auf die Entwicklung im Stadtteil Einfluss nehmen? sprechen wir über Stadtteilentwicklung, Milieuschutz und mögliche Teilnahme an politischen Prozessen außerhalb der Wahl für Bürgerinnen und Bürger. Auch der Verwaltungsbürgermeister Herr Hörnung wird sich Ihren und unseren Fragen stellen.

Der neue „Anger-Crottendorfer Anzeiger“ ist erschienen!

Die Herbstausgabe des „ACA“ liegt bei euch/Ihnen im Briefkasten und/oder an den üblichen Stellen aus: Kiezkontor, Sprutzbude, Kuchenhimmel & Brotfein, Brause-Bäcker, Dresdner 59 und in weiteren Geschäften und Einrichtungen. Oder sie liegt schon auf euren und Ihren Tischen. Diesmal mit einem Themenschwerpunkt Mobilität sowie Interviews mit der Bäckerin und Bundestagsabgeordneten Monika Lazar (Bündnis 90/Die Grünen), dem Bäcker Ronny Vogel (Martinstraße: Kuchenhimmel & Brotfein) sowie weiteren interessanten Beiträgen aus und über Anger-Crottendorf. Wir wünschen Ihnen und euch eine informative Lektüre!

Schana towa / Schono tauwo!

Wir wünschen allen Jüdinnen und Juden in Anger-Crottendorf, in ganz Leipzig und in unseren Partnerstädten sowie überall auf der Welt zum jüdischen Neujahrsfest Rosch ha-Schana ein gutes und süßes Jahr 5779. Auch zu den nachfolgenden Hohen Feiertagen, Versöhnungstag und Laubhüttenfest, wünschen wir alles erdenkliche Gute und frohes Fest: Chag Sameach!

Weinlese auch in Anger-Crottendorf: Hobbywinzer gesucht!

Der Wein reift diesjahr früher als sonst. Und in der LVZ schaffte es die beginnende sächsische Weinlese sogar auf die Titelseite. Im Anger-Crottendorfer Kleingartenverein „Kultur“ gibt es einen Weingarten, in dem Erhaltungsanbau alter Sorten wie „Früher Blauer Leipziger“, „Früher Leipziger/Luglienga“ und „Santa Anna di Lipsia“ betrieben wird. Ab diesem Jahr würden sich Saftpresse und Weingewinnung lohnen. Und natürlich hat auch der Anger-Crottendorfer Bürgerverein Interesse an lokalen und heute fast vergessenen Rebsorten. Wenn ihr bezüglich der Vermostung Erfahrung und Interesse habt, bitte schreibt an uns!