Archiv der Kategorie: Allgemein

Parkbogen Ost-Tage

Wir freuen uns darauf, uns am Sonntag (13.09.) an den Parkbogen Ost-Tagen zu beteiligen. Wir werden einen hübschen Stand und tolle neue Flyer haben, die ihr dann ab nächste Woche hoffentlich überall in Anger-Crottendorf finden werdet.

Gründungsversammlung des Bürgervereins

Am Mittwoch den 24.06. fand das vorletzte Treffen der Bürgerinitiative Anger-Crottendorf statt. Die letzte Versammlung der Bürgerinitiative und gleichzeitig die Gründungsversammlung des Bürgervereins Anger-Crottendorf findet am 8. Juli 18:30 im zwei|eck statt.

Am 8. Juli werden wir die Satzungsdiskussion abschließen und die Vereinsgründung durchführen. Alle, die gern GründerInnen sein möchten, sind ganz herzlich eingeladen, ihre Unterschrift unter das Satzungsdokument zu setzen. Die Gründung wird für 20:00 angestrebt.

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Nächste öffentliche Versammlung am 24.06.2015

Die nächste öffentliche Versammlung der Bürgerinitiative findet am 24.06.2015 im Ladenprojekt zwei|eck statt.

Geplante Themen sind bisher:

  • Stand Karl Krause
  • Parkbogen Ost
  • Weiteres Vorgehen und weitere Themen der BI
  • Satzungsdiskussion

https://www.facebook.com/events/718287581610461/

Planwirtschaft in Anger-Crottendorf?

„Ja mach nur einen Plan, sei nur ein großes Licht; dann machste noch nen zweiten Plan – gehn tun sie beide nicht…“ singen sie in Brecht/Weills Dreigroschenoper im Lied von der Unzulänglichkeit menschlichen Strebens. Ein Hauch von Soho in Anger-Crottendorf? London in Leipzig?

In einem Stadtplan von Leipzig, den ich kürzlich für ungefähr drei Groschen erstand – „neu“ stand drauf – sind die im Crottendorfer B-Plan von 1994 ausgewiesenen Straßen mit Namen verzeichnet. Spannend fand ich das, und zugegebenermaßen waren sie farblich unterlegt als „B-Plan-Straßen“. Denn diese Straßen existieren ja nicht. Nur im Stadtplan. Und im B-Plan. „B-Plan hin oder her: So wie das Gelände heute aussieht, würde dort keine Baugenehmigung erteilt werden,“ hieß es kürzlich aus dem Rathaus. In der Tat sprechen die heutigen Planungsziele der Stadt bezüglich Stadtklima, Stadtgrün und konkret: Parkbogen Ost, eher gegen eine Bebauung des Waldes auf dem Gelände hinter der früheren Karl-Krause-Fabrik.

Es können nicht alle Pläne aufgehen. Alle Türen auch nicht: Die neuen InvestorInnen, die die alte Fabrik sanieren wollen und dort den Bau von 100 Wohnungen planen, haben alle (mehr oder minder barrierefreien) Zugänge vermauert. In den letzten offenen Zugang haben sie nun eine Eisentür eingebaut. Abschließbar. Immer öfter kommen sie ja in letzter Zeit mit InteressentInnen vorbei, die sich wohl ihre zukünftige Wohnung mal im Rohzustand anschauen wollen. Nur diese sollten offenbar noch Zutritt zum Gebäude erhalten. Wohl sehr zum Ärger derer, die dort seit langem gern ein- und ausgehen: Denn die alte Fabrik in Anger-Crottendorf ist für viele LeipzigerInnen aus dem ganzen Stadtgebiet, die an alter Industriearchitektur, am Sprayen, Fotografieren, Klettern und anderen Abenteuern interessiert sind, überaus beliebtes Ausflugsziel, geradezu eine Bühne der Schaulust! Und vielleicht weil eine andere Leipziger Bühne, das Schauspielhaus, seinen Spielplan für 2015/16 unter das Motto „warum dürfen die und wir nicht?“ gestellt hat, werden sich die Fans der alten Fabrik auch gedacht haben: Eine Tür? Und „die“ dürfen rein und „wir“ nicht?

Denn kaum war die Tür da, war deren Klinke deformiert und das Schlüsselloch zugespachtelt. Aber gleich daneben ist eine Leiter, improvisiert aus einem alten Fenster, die Zugang zum ersten Stock gewährt. Eine sportliche Herausforderung nicht nur für künftige KäuferInnen von Eigentumswohnungen. Vielleicht sogar ein Vorgeschmack auf den im Masterplan für den Parkbogen Ost an dieser Stelle vorgesehenen Kletterwald. Der Plan mit der Tür geht also auch nicht auf – weder für die, die sie eingebaut, noch für die, die sie ramponiert haben.

Stadtpläne, Bebauungspläne, Spielpläne, Masterpläne… kein Wunder, dass eine der geplanten Straßen „Weidenbachplan“ heißen soll (http://www.strassen-in-deutschland.de/238162145-weidenbachplan-in-leipzig.html), und das weiß natürlich auch mein neuer Stadtplan. „Weidenbach“ ist in diesem Zusammenhang kein Gewässername: Georg Weidenbach war Planer, Architekt. Er soll auch die unlängst sanierte Karl-Krause-Villa geplant und entworfen haben, sagen InsiderInnen. Wikipedia weiß, dass er unter anderem an der Russischen Gedächtniskirche, am Messehaus Handelshof und an der Reformierten Kirche in Leipzig federführend plante und wirkte.  Aber Wikipedia weiß noch mehr: „Die Stadt Leipzig ehrte ihn am 19. November 1998 mit der Benennung einer neu entstehenden Straße im Bebauungsgebiet Crottendorfer Plan im Stadtteil Anger-Crottendorf in Weidenbachplan, diese Straße wurde aber bis heute nicht gebaut.“ Was nun – „entstehen“ Straßen oder werden sie gebaut? Zumindest geplant?

Und da dachten manche wohl schon, die Planwirtschaft sei Geschichte…

 

 

Einladung zur öffentlichen Versammlung am 28.04.2015

Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,
am 28.04. um 18:30 findet im Ladenprojekt Zwei|Eck in der Zweinaundorfer Str. 22 unsere nächste öffentliche Versammlung statt. Schwerpunkte werden voraussichtlich sein: der Parkbogen Ost, Neuigkeiten um das Karl-Krause-Gelände und das Thema Vereinsgründung (Änderungen vorbehalten).

Das Ankündigungsplakat kann auch hier als pdf (ca. 16MB) heruntergeladen werden. Wir würden uns freuen, wenn Ihr diese Einladung über Eure Kanäle verbreitet und vielleicht das Plakat an passenden Stellen (Pinnwand im Wohnhaus?) aushängt.

plakat ac

Wir freuen uns auf rege Beteiligung.

Link zur Facebook-Veranstaltung

Quartiersmanagement Ost verweigert der BürgerInnen-Initiative Anger-Crottendorf Unterstützung

Einen Förderantrag zur Unterstützung der Bürgerinitiative bezüglich der Kostenübernahme von Öffentlichkeitsarbeit hat der Vergabeausschuss des „Verfügungsfonds Leipziger Osten“ am Mittwoch, dem 15.April abgelehnt.

Als Grund der Ablehnung wurde angegeben, dass unsere Initiative sich nur „gegen“ Dinge einsetze. Unsere Forderung, die Karl-Krause-Fabrik, entsprechend des Bebauungsplans, mit Mischnutzung zu „verwerten“ und das restliche Fabrikgelände im Rahmen des Parkbogens Ost als wichtiges Teilprojekt zu einer öffentlich zugänglichen Anlage zu machen, halten wir hingegen für konstruktiv und können die Entscheidung des Ausschusses, Mittel für öffentliche Versammlungen und Zusammenarbeit im Stadtteil zu verweigern, nicht nachvollziehen.

Offensichtlich haben wir einen wunden Punkt erwischt und die Leipziger Stadtverwaltung zeigt sich uneinig und zerstritten: Während uns auf eine schriftliche Anfrage bei der Stadt mitgeteilt wurde, beim Gelände hinter der Karl-Krause-Fabrik handele es sich um Wald, meint die Leiterin der Abteilung Stadterneuerung Ost, es handele sich um Bauland. Während diejenigen in der Stadtverwaltung, die direkt an der Planung des Parkbogen Ost arbeiten, für dieses Gelände einen Kletterwald vorschlagen, heißt es von anderer Seite bei der Stadt, über die Nutzung des Geländes verfüge allein der Eigentümer.

Es ist eine Farce: Im Rahmen der Bürgerwerkstatt Parkbogen Ost am 14. April (wir berichteten) wurden der Parkbogen zum „zivilgesellschaftlichen Projekt“ erklärt und alle Anwesenden aufgefordert, sich aktiv einzubringen. Und schon am Folgetag beschloss ein Gremium, dem auch Veranstalter und Teilnehmer der Bürgerwerkstatt angehören, unsere Initiative nicht zu fördern. Dabei ist einer unser derzeitiger Schwerpunkt, die Realisierung des Parkbogens in Anger-Crottendorf mit Leben zu erfüllen.

Die Aufforderung an uns BürgerInnen, sich demokratisch einzumischen, wird somit zur Phrase, der auf der Bürgerwerkstatt beschworene „zivilgesellschaftliche Roman Parkbogen“ zur reinen Fiktion. Entscheidend dabei ist freilich nicht die Ablehnung als solche, sondern die Begründung, „dass es zu sehr nur um die Verhinderung von Vorhaben geht, die aus rechtlicher Perspektive nach unserer Kenntnis nicht verhindert werden können.“

Wir wollen ermöglichen, nicht verhindern. Und allen in der Stadtverwaltung, die die Botschaft der Bürgerwerkstatt Parkbogen Ost kreativ ausgestalten wollen, sind wir gerne PartnerInnen. Ein Dialog mit den PredigerInnen der Alternativlosigkeit hingegen bringt Anger-Crottendorf nicht weiter.

Wir haben soeben die Information erhalten, dass im Auftrag des Projekts Citytunnel der Anger-Crottendorfer Aufgang zum Viadukt gerade mit Büschen bepflanzt wird.

Das finden wir natürlich komisch, da das Amt für Stadtplanung im Rahmen des Parkbogen Ost-Projekts das Viadukt bereits als beliebte Wanderstrecke gelobt hat.